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Chronik des Wambacher Mühlenmuseums
und der Wambacher Mühle

Ein erster Bericht über diese Mühle stammt aus dem Jahre 1756. Wendel Künstler hat die Konzession zum Bau einer Partiermühle erhalten. (Partiermühle = "Freie Mühle", die keinem Mahlzwang unterlag)
Anlässlich einer Grenzkorrektur fällt 1758 die Mühle auf die hessische Seite.

Im Jahre 1796 wird die Mühle um einen Ölschläger erweitert. Georg Gros von Wambach bittet um Erlaubnis, einen Anhänger zum ölschlagen an seiner Mühle zu errichten. Er hat die Unter-Wambacher Mühle durch Heirat mit der Witwe des verstorbenen Müllermeisters Dauer und deren zwei minderjährigen Kindern erhalten. An Pacht zahlt Gros jährlich 3 Ml. (Ml = Malter, 1 Malter = 128 Ltr).

Es geht ihm kümmerlich, da Bannmüller Planz auf die meisten umliegenden Ortschaften den Zwang ausübt. Der Amtmann befürwortet das Gesuch. Im Bericht vom 15.12.1796 führt er aus, dass der Mühlteich nicht so groß ist, dass gleichzeitig gemahlen und Öl geschlagen werden kann. Er bezeichnet den Müller in seinem Bericht als arm und eingestandenermaßen erzdumm. Am 29.12.1796 erhält Gros die Konzession zugestellt. Die Pacht wird dafür um 2 Simmern Korn erhöht. (1 Simmer = 32 Ltr.).

1808 bittet Matthäus Dauer aus Wambach um Erlaubnis zur übernahme der Mühle seines Stiefvaters Johann Georg Philipp Gros. Die Mühle soll öffentlich versteigert werden. Der Wert der Mühle wird mit 800 fl. angegeben. (fl.= Gulden).

Aus dem Verzeichnis der Herzoglich-Nassauischen-General-Steuerdirektion von 1818: Zu Wambach Amts Langenschwalbach Nr. 424 die Mahlmühle und öhlmühle des Matthäus Dauer mit einem Mahl- und einem ölgang, 50 Kr., 3 Malter und 2 Virnsel Korn Wasserlaufabgabe. (1 Virnsel = 12 Scheffel)
Ein Verzeichnis des Amts Langenschwalbach nennt 1854 unter Nr. 19 die Mühle des Matthäus Dauer zu Wambach mit einem Rad für einen Mahlgang, Betriebszeit vier Monate. Im Wambacher Gebäude­steuer­kataster von 1880 erscheint folgende Eintragung:

"Nr. 68 Müller Philipp Reinheimer auf der Wambacher Mühle, bestehend aus Wohnhaus mit Mahlmühle, Hofraum, Hausgarten, Scheune und Stall, 0,8 ha Fläche."

Die Mühle war am 30.10.1888 abgebrannt und wurde 1889 neu erbaut. Sie ging an Franz Schmelzer H. über. Der nächste Besitzer, der Land- und Gastwirt Karl Luft, hat die Mühle im Jahre 1897 erworben. Paul Ring aus Bleidenstadt erwarb die Wambacher Mühle im Juli 1952 von der Witwe Karl Luft und hat im Jahre 1956 die Gastwirtschaft nach Süden hin erweitert.

Seit dem Jahre 1989 sind Karlheinz und Ursula Luft Eigentümer dieses herrlichen Anwesens. Wann der Mühlenbetrieb eingestellt wurde ist nicht eindeutig zu ermitteln. 1997 konnte das 100- jährige Schankrecht der Wambacher Mühle gefeiert werden.

Ein großes Wasserrad zeugt schon aus der Ferne von der lebendigen Geschichte der Wambacher Mühle und lädt die Gäste zum Verweilen ein. Das Wasserrad, 2018 zum ersten Mal erneuert, dient auch der Stromgewinnung. Beeindruckend ist die umfangreiche Sammlung an Mühl- und Schleifsteinen, die Karlheinz Luft und Stefan Fleschner gesammelt haben und das Anwesen ausschmücken.

Der Plan in Ergänzung zum Gaststätten- und Hotelbetrieb der Wambacher Mühle ein Mühlenmuseum zu erbauen, entwickelte sich über drei Jahre. In dem Museum sollten alte Handwerke bewahrt, Produktionsweisen erklärt und soweit möglich sollten Maschinen durch Wasserkraft angetrieben und in ihren Funktionen vorgeführt werden.

Viele erfahrene Hände beteiligten sich unentgeltlich an der Verwirklichung des Planes. Am 17. Juli 2004 fand die feierliche Einweihung des "Wambacher Mühlenmuseums" statt.



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Geschichte und Litheratur zum Mühlenmuseum

Chronik
Die Chronik
Ein erster Bericht über diese Mühle stammt aus dem Jahre 1756. Wendel Künstler hat die Konzession zum Bau einer Partiermühle erhalten.
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Wasserrad
Neubau des zweiten Wasserrades
Das erste Wasserrad der Neuzeit wurde 1997 errichtet. Es produzierte in den vergangenen 20 Jahren elek­trischen Strom mit einer Leistung von ca. 20.000 kWh.
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Mühlen an der Walluf
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